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 Betreff des Beitrags: Kreispokal 2015
BeitragVerfasst: Mo 22. Jun 2015, 10:15 
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Double-Jubel nach kurzem Zittern

Von Christian Meyer Diese 1000 Euro Taschengeld für ihre Mannschaftsfahrt am Mittwoch nach Mallorca waren hart erkämpft.

Bis in die Schlussminuten eines mitreißenden Pokalfinales mit vielen Ah-und-Oh-Augenblicken versuchten die Kreisliga-Fußballer von Außenseiter Pfeil Broistedt selbst auf letzter Rille laufend noch alles, um für Kreismeister Vechelde den Double-Verderber zu spielen. Doch am Ende verdarben die Arminen dem scheidenden Pfeile-Coach Frank Langemann das ersehnte Happy End mit Pott.

Als der überragende Vechelder Michael Jarzombek seine starke Leistung mit dem 3:1 in der Nachspielzeit krönte, holten die Arminen ihre Pokal-Sieger-Shirts raus und die Fans sangen: „Die Nummer eins, die Nummer eins im Kreis sind wir!“

Arminia Vechelde – FC Pfeil Broistedt 3:1 (1:1)
Spannung bis zur letzten Minute, Pfosten- und Lattentreffer, nicht gegebene Tore, Glanzparaden, umstrittene Schiri-Entscheidungen – die emotionalen 90 Minuten auf dem Schwicheldter Sportplatz waren die 2,50 Euro Eintritt wert. Rund 400 Zuschauer sahen nach dem 5:0-Vorjahres-Langeweiler von Teutonia Groß Lafferde gegen den VfL Woltorf diesmal einen rassigen Pokalfight mit einem mutigen Außenseiter, dem nach Abpfiff auch Arminia-Coach Thomas Mühl indirekt Respekt zollte. „Uns war klar, dass die Broistedter sich hart wehren werden, aber solche Spiele sind doch viel schöner als deutliche Siege“, sagte er.

Dass die Vechelder erstmals in ihrer Vereinsgeschichte den Kreispokal gewannen, daran hatte Stürmer Michael Jarzombek großen Anteil. Raumöffnende Pässe, schöne Dribblings, gefährliche Freistöße, viele Tor-Abschlüsse – Arminias Nummer 16 drehte auf. „Er braucht solche großen Spiele, das hat man gemerkt“, gratulierte Mühl seinem Schützling, der das erlösende 3:1 in der Nachspielzeit schoss, als er nach einem zu kurzen Broistedter Rückpass erfolgreich nachgesetzt hatte.
Das erste Tor jedoch war den Pfeilen gelungen. Eine ekelige Flanken-Bogenlampe konnte Vecheldes Keeper Tim Steinert nicht klären, Pfeile-Stürmer Richy Skoczylas roch den Braten und köpfte zum 1:0 ein (15.). Ein echter Wirkungstreffer war das jedoch nicht. Noch mitten in den Pfeile-Fan-Jubel rauschte Adrian Mühl heran und schoss im direkten Gegenzug das 1:1 (16.). Der Arminia-Lenker hatte eine Flanke mit dem Außenrist perfekt abgenommen. Bis zur Pause lieferten sich die Teams danach ein munteres Hin-und-Her mit leichten Chancenvorteilen für die Vechelder. Doch die beste Möglichkeit hatten zunächst die Broistedter: Richy Skoczylas bestrafte fast noch einen zweiten Wackler von Arminia-Keeper Steinert, der nach einer Flanke zwar schon „Torwart“ rief, dennoch war Skoczylas früher am Ball. Die Latte rettete für Steinert.

Nach der Pause kontrollierten die Vechelder die Partie zusehends. Doch mit großem Kampf und Engagement hielten die Pfeile dagegen, rannten, bis die Wadenkrämpfe kamen. Zudem zeigte Keeper Alexander Pohl starke Paraden, etwa als er einen Jarzombek-Freistoß aus dem Winkel hechtete (75.). Immer häufiger brannte es nach Flankenbällen der Vechelder im Broistedter Strafraum, und in Minute 85 war auch Pfeile-Keeper Pohl dann chancenlos. Eine feine Hereingabe von Lukas Winter drückte Niclas Fritz zum 2:1 für Vechelde über die Linie. Ausgerechnet Fritz, der Joker! Der verlässt die Arminia am Saisonende und kehrt zum TSV Sonnenberg zurück. „Fünf Minuten vorher habe ich zu ihm noch gesagt, wir brauchen noch eine gute Aktion – und die hat er dann gebracht. Das freut mich für ihn, weil er sich bis zum Schluss für diese Mannschaft noch toll reingehauen hat“, lobte Arminia-Coach Mühl. Der Todesstoß für die Pfeile war das jedoch noch nicht, sie rappelten sich noch einmal auf und jubelten sogar noch über den vermeintlichen Ausgleich (89.). Doch sehr zum Ärger der Pfeile gab Schiri Axel Dickfoß-Rühling das Tor nicht, weil der eingewechselte Börge Warzecha bei seinem Kopfball auf der Torlinie im Abseits gestanden haben soll. Einige Broistedter beteuerten jedoch, Warzecha habe die Bogenlampe gar nicht mehr berührt.
Ein 2:2 hätte das Elfmeterschießen bedeutet – und darin sind die Pfeile echte Experten, gewannen sie doch schon Viertel- und Halbfinale vom Punkt. Aber alles Reklamieren half nichts mehr – die Pfeile waren geschlagen. Coach Frank Langemann gratulierte seinem Team trotzdem: „Ihr wart nah dran, ihr könnt richtig stolz auf euch sein!“, rief er den Spielern im Kreis zu. Seine Bilanz: „Wir haben die Partie lange offen gehalten, ich kann keinem einen Vorwurf machen, alle haben geackert und gekämpft. Am Ende hat sich die Schlinge aber immer weiter zugezogen, auch weil wir nicht mehr so gut nachwechseln konnten.“ Für Thomas Mühl war der Double-Jubel verdient. Denn: „Wir hatten uns die besseren Chancen herausgespielt.“

Quelle: Peiner Allgemeine Zeitung 22.06.2015


   
 
 Betreff des Beitrags: Re: Kreispokal 2015
BeitragVerfasst: Mo 22. Jun 2015, 10:23 
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Effektive SG darf Pokal-Eis naschen

Erst schossen sie vier Tore, dann zettelten sie vor Freude mit ihren Fans die La-Ola-Welle an: Die Fußballerinnen der SG Schmedenstedt-Dungelbeck haben dank einer Leistungssteigerung in Hälfte zwei den Kreispokal gewonnen.

Im Finale in Schwicheldt kämpften sie den SSV Plockhorst mit 4:1 nieder und füllten den Pott danach mit einer Leckerei.

SG Schmedenstedt/Dungelbeck – SSV Plockhorst 4:1 (1:1)
Siegesfeier in der Groß Ilseder Eisdiele! Weil die SG sich dort mit einem gemeinsamen Eis-Essen am Tag zuvor auf die wichtige Partie eingeschworen hatte, lud der Eisdielen-Chef die Mannschaft zum Triumph zu Stracciatella, Erdbeere und Co ein. Dass die SG Pokal-Eis aus dem Pott naschen durfte, lag vor allem an Hälfte zwei. Die Viererkette des Teams war teilweise bis zur Mittellinie vorgerückt, das frühe Stör-Manöver behagte den Plockhorsterinnen überhaupt nicht, sie verloren die Übersicht und leisteten sich Fehlpässe en masse. Und weil Leistungsträgerin Laura Austen ihrem Team nach einem Zusammenprall mit Brustkorb-Schmerzen nicht mehr helfen konnte, hatte der SSV am Ende nichts mehr entgegenzusetzen. Nicole Baumgärtner mit ihrem zweiten Abstaubertor nach einem Torwart-Fehler (52.), die starke SG-Spielgestalterin Daniela Wolff per Foulelfmeter (70.), und Mandy Baumgärtner nach einem Konter (82.) machten den Pokaltriumph perfekt. Nach diesem klaren 4:1-Sieg hatte es vor der Pause nicht ausgesehen. Ganz im Gegenteil: Vom frühen Rückstand (6.) hatte sich der SSV schnell erholt, legte die Anfangsnervosität ab, übernahm die Initiative und erspielte sich angetrieben von der quirligen und dribbelstarken Laura Austen gute Torchancen. Per Freistoß aus 20 Metern glich Zwillingsschwester Diana Austen dann verdientermaßen zum 1:1 aus (16.). Gleich mehrmals mussten die Dungelbeckerinnen und Schmedenstedterinnen danach noch in höchster Not klären, doch sie retteten das 1:1 in die Halbzeit-Pause und steigerten sich danach.

SSV-Coach Gerald Wiedenroth war hingegen enttäuscht vom Auftritt seines Teams in Hälfte zwei: „Zur Halbzeit hätten wir 3:1 führen können, dann läuft das Spiel ganz anders, aber als sich Laura dann verletzt hat, waren wir zu schwach. Finale können wir offenbar nicht so richtig“, verwies der Coach auf die dritte Niederlage im vierten Endspiel. SG-Trainer Mirko Hülzenbecher freute sich dagegen über ein Happy End: „Das war ein schönes Abschiedsgeschenk für mich, aus beruflichen Gründen habe ich leider keine Zeit mehr, die Mannschaft weiter zu coachen.“ Das übernahm daher schon Carsten Aurisch. Der war ganz begeistert vom Auftritt seiner Spielerinnen, die fast aus jeder Chance auch ein Tor gemacht hatten: „Vielleicht war unsere Effektivität auch das, was uns ausgezeichnet hat“, sagte er. Und weil SSV-Wirbelwind Laura Austen von einer Spielerin allein nur schwer zu stoppen sei, habe es die Mannschaft im Kollektiv lösen sollen – und diese Aufgabe prima erledigt.cm

SG Schmedenstedt/Dungelbeck: Garbe – N. Baumgärtner, Buchner, D. Wolff, M. Baumgärtner, Grobe, Nolte, S. Wolff, Jakubietz, Schridde, Mundt. Bank: Illenberger, Huelzenbecher.
SSV Plockhorst: Sander – D. Austen, Birkholz, Pannicke, L.Austen, Hamann, Druschba, Schwark, Luther, Kahler, Wolff. Bank: Meyer-Jantzen, Hornbostel, Aselmeier.
Tore: 1:0 N. Baumgärtner (6.), 1:1 D. Austen (16.), 2:1 N. Baumgärtner (52.), 3:1 Wolff (70. Foulelfmeter), 4:1 M. Baumgärtner (82.).
Schiedsrichter: Cihan-Pierre Özyurt
Zuschauer: 80
cm

Quelle: Peiner Allgemeine Zeitung 22.06.2015


Dateianhänge:
Dateikommentar: Pokal-Leiter Günter Brand (links) gratulierte der SG Schmedenstedt/Dungelbeck zum Triumph. Das Team um Kapitänin Daniela Wolff (unten, rechts) besiegte im Finale den SSV Plockhorst (grüne Trikots) mit 4:1
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